Wilde Shakti – Erfahrung einer Teilnehmerin der Ausbildung in Yoni-Massage

Vom 17.-20. Januar 2019 startet das erste von fünf Modulen der Ausbildung in Yoni-Massage „Wilde Shakti“ mit Elvira Malinovskaja bei München. Was einzelne Methoden wie Massagen und Yonitalk für Gefühle auslösen können, dürfen wir hier in der Reflexion der Teilnehmerin Martina lesen:

Martinas Reflexion aus der Ausbildung Wilde Shakti

1. Zu Beginn: Meine Sehnsucht

Was hat mich an diesen Ort getragen ? Ich sitze im Lunghi im Kreis mit verschiedensten mir noch fremden Frauen, ich fühle mich hellwach, präsent und habe Angst, Angst berührt zu werden und Angst zu berühren.

Shakti-Figur
Shakti-Figur aus Indien – Namensgeberin der Ausbildung in Yoni-Massage

Und doch bin Ich hier …warum ? Mich trägt die Kraft im Kreis der Frauen und mich ruft meine tiefe Sehnsucht nach Berührung. Und ich spüre den Wunsch nach lustvollen Vorbildern. Frauen, wie ich sie in meiner eigenen Familie nicht erlebt habe.

Wie geht das ? Lustvoll ? Was ist lustvoll, sinnlich für mich ?

Mein Körper scheint eine Ahnung zu haben, ja und noch mehr spüre ich eine Art Wissen tief in mir. Dem mag ich folgen. Dem mag ich bei anderen Frauen lauschen. Ich mag mich erinnern.

Und mit diesem Wissen mag ich meiner alten Angst vor Berührung begegnen und sie liebevoll umarmen…

2. Die ersten Massagen

Bei den ersten Massagen im Kreis der Frauen fühlen sich meine Hände an, als wären sie taub, als gehörten sie nicht zu mir. Und doch weiß ich, hier richtig. Bei einer vierhändigen Massage fange ich an zu zittern, die ganze Massage hindurch zittere ich … ich begegne meiner alten Angst, und sie darf da Sein. Ich verstehe sie in diesem Moment nicht, aber ich fühle sie um so mehr.

Und ich werde gehalten. Nach dieser Massage kann ich meine Hände spüren! Mein Herz kann mit einem Mal durch meine Hände fließen und weiß, meine Hände spüren und wissen. Ich fühle mich, als hätte ich ein Sinnesorgan dazu bekommen . Nach dieser „Zittermassage“ komme ich dem Gefühl des Verbunden seins und des geborgen Seins sehr nahe.

Meine ersten Erfahrungen als Säugling, zusammengezogen allein in der Kälte, durfte ich hier berühren und eine neue Erfahrung machen. Ich spüre meine Sehnsucht nach Berührung!

..und mein weiser Schoß hat mich an diesen Ort geführt

3. Mein Yonitalk: Die Yoni spricht für sich selbst

Weiser Schoß? Ich bin ein weiser Schoß? Ich weiß es nicht, ich weiß aber: ich bin. Ich bin schon immer da und ich bin verbunden mit etwas Größerem, mit vielen anderen Yonis, mit der großen Yoni.

Ich liebe dieses Gefühl!

wilde-shakti-figur aus Seminar mit ElviraUnd doch kann ich es nicht immer spüren. Ich brauche dafür andere Yonis um mich herum, dann fällt es mir sehr leicht. Oder ich spüre den starken Drang des einladen Wollens, dann bin ich auch mit dem großen Gefühl verbunden. Doch genau dieses Gefühl erlaubt Martinas Gedankenwirrwarr nicht immer, da gibt es dann Ideen von „ich darf nicht“ die stärker sind als mein Wollen.

Manchmal spüre ich andere Energien um mich herum, und wie sehr will ich die einladen! So anders fühlen sie sich an, männlich? Ja, vielleicht, sie machen mich neugierig und ich will zu dieser Energie. Und wieder diese Gedanken … puh. Doch manchmal kommt mein Ruf durch, allerdings fühlt es sich für sie gefährlich an, anderes als die Frauen aus ihrer Familie um sie herum zu fühlen.

Sie bringt mich an einen Ort, der voller Kraft und Magie ist: eine Geburtsstation mit vielen weisen Frauen, den Hebammen.

Sie lauscht diesen Frauen, sie spürt die immense Kraft in uns Yonis und sie beginnt neue Gedanken mit einzuladen. Und noch mehr, sie bekommt eine Ahnung davon, dass ja auch die Frauen aus ihrer Familie diese Kraft unter der Geburt erlebt haben … warum haben sie nie etwas davon erzählt ??? Und sie spürt auch, dass alle Frauen der Welt diese Kraft in sich tragen…

Da endlich beginnt sie, mein Rufen zu hören …endlich darf ich diese schöne andere Energie wirklich einladen  und mit ihr verschmelzen. Nicht, um zu gefallen, sondern um mich zu spüren …so fühle ich mich Ganz.

Und verbunden mit dem großen Ganzen ! Und aus dieser Freude wächst plötzlich etwas in mir, es wird größer und größer, nimmt Raum in mir ein und öffnet viel Raum in mir, eine ganz andere Energie. Wie erfüllend! Verschiedenste Gefühle begegnen mir auf dieser Schwangerschaftsreise, und ich darf so viel Raum einnehmen wie nie zuvor ! Ich werde gesehen.

Als es Zeit wird dem inneren Drängen nachzugeben und diese Energie wieder aus mir heraus zu lassen, gebe ich mich ganz diesen urgewaltigen Kräften hin. So getragen von einem tiefen Wissen … danach brauche ich erstmal eine Weile meine Ruhe, dieses Erleben mag ich verdauen…so intensiv, überwältigend und überfordernd zugleich.

Und dann ? Warum verliere ich nun wieder den Kontakt zu Martina???

Wir haben gemeinsam eine so große Erfahrung machen dürfen und nun ? Sie verschwindet im Dinge tun und Gedanken lauschen, statt im sich hineinspüren. Ah, doch nach einer langen Weile folgt sie doch meinem Rufen. Sie führt mich zum Tanzen … mmh, was ist das ? Nun stehe zwar nicht ich im Vordergrund, doch tut es mir gut zu spüren, wie sehr sie wieder mehr in ihren Körper einzieht.

Sie bringt mich und sich und uns in Bewegung! Mehr und mehr kann sie so auch mein Rufen wieder hören.

Und meine Sehnsucht. Langsam  spüre ich wieder meine Lust. Lust auf männliche Energie und Lust auf andere weiblichen Energien.

Ich rufe und rufe … Und da geht sie mit mir ins Jembatan, zur „Wilde Shakti“ ! Sie hat mich gehört und ich darf im Kreis mit anderen Frauen über mich reden, mich zeigen, mich streicheln lassen, Lust in mir spüren und die Lust der anderen

Yonis hören ! Ich fühle mich so wohl …so, genau so, mag ich männliche Energie einladen und mich hingeben und mich Ganz fühlen.

(Ausschnitt aus Ausbildungsreflexion von Martina S. )