Tantramassage Erfahrung bei Thomas (Leipzig): Meiner Liebe so nah

Thomar Becher Momoart Massagen LeipzigEine anonyme Massageklientin (41) aus Thüringen lies sich in der Trauerphase nach dem Tod ihres Freundes auf eine Tantramassage Erfahrung bei Thomas von Momoart in Leipzig ein. Sie schrieb ihm anschließend einen Brief über ihre Gefühle dabei und danach, den wir hier veröffentlichen dürfen.

„Lieber Thomas, die ganze Zeit gehen mir Gedanken durch den Kopf, doch wenn ich versuche sie zu ballen, zerstieben sie in alle Richtungen. Ich meine, ich weiß nicht, ob mir gelingt, was mir vorher recht einfach schien. …und wo anfangen? Ich sehe mich, nachdem mein Liebster vor drei Monaten gestorben ist, in einem Prozess bzw. ich weiß mich auf einem Weg, der, wie ich hoffe, mich bald wieder aus der VerZWEIflung in die EINheit bringt. Zu mir. Mein verstorbener Freud ist von dem Philosophen und Psychologen Graf Dürckheim stark beeindruckt und ich merke, dass dieser mir gerade jetzt enorm viel helfen kann. So zum Beispiel, dass “im Überschreiten der Grenzen unseres natürlichen Erlebens und Erleidenkönnens Überweltliches in Erscheinung treten kann”. An diesem Punkt sehe ich mich und muss, wie man im Zen sagt, wagen, in die Ausweglosigkeit einzutreten. Erschütternde Erfahrungen können bahnbrechend sein für eine neue Seinsfühlung, in der man im Weltlichen auch das Überweltliche spürt, erfährt, nicht nur glaubt.

Ich folgte dem Bauchgefühl ohne Erwartung

Danach suche ich, dort will ich hin, das will ich nicht verlieren. Ich nehme mir (z.Zt.?) die Freiheit, nur mein Bauchgefühl entscheiden zu lassen und ich fühle mich damit gut. Dieses Bauchgefühl hat mich auch zu dir geführt. Ich habe mir unbewusst vorher keine Vorstellung über Ablauf (schreckliches, nüchternes Wort, und irgendwie unpassend) gemacht und somit auch keine Erwartungen gehegt.

Scham oder Ängste gab es nicht

Beim anschließenden Nachspüren, das mir übrigens nicht wirklich gut gelang, fiel mir auf, wie unwichtig mir das Personelle in der Massage war. In dieser Begegnung gab es das Du und Ich als Personen nicht, die hab ich dort nicht wahrgenommen und somit auch keine Scham oder Ängste, gleichgültig, dass wir uns bis dahin nicht kannten. Wenn ich mir vorher etwas vorgestellt habe, dann das, dass ich sinnbildlich nach den Erfahrungen mit dir und den Berührungen 3cm über dem Boden schweben werde. Es kam aber anders. Ich spürte eine positive Schwere, eine starke Erdanziehungskraft, so dass es mir sogar einige Mühe bereitete, aufzustehen. Ich kann nicht reproduzieren, was du im Einzelnen mit mir gemacht hast, will dies auch gar nicht.

Ich habe mich ganz von innen gespürt

Momoart Engel-Bild als Symbol für Spiritualität in der TantramassageIch habe von selbst, du hattest es mir vorher empfohlen, während der ganzen Massage nur mich von innen gespürt und nicht die Massagepunkte analysiert oder verfolgt. Ich weiß nicht, wie es anderen geht, ich persönlich habe Schwierigkeiten beim ganz Flachliegen und so war die große Dynamik in der Massage, die Freiheit mich bewegen, strecken und räkeln zu können, sehr schön. In der Begegnung mit geschlossenen Augen gefüttert zu werden, hat mich an die letzten Tage mit meinem Freund erinnert, als er nicht mehr selber Essen konnte. Es hat mir die Tränen ins Gesicht getrieben, diese Hingabe und Liebe nun von dir zu empfangen.

Zeitlos aufgehoben

Auch Zeit gab es nicht. So war ich doch erstaunt, wie spät es war, als ich wieder von dir fort war. Ich war wirklich aufgehoben. Die Erlebnisse überschlagen sich. Ich erlebe eine Menge Dinge, die ich alle nicht erwartet habe, die faszinieren und quasi ohne Vorwarnung passieren. Ich spüre mich mit all meiner Trauer und dem Alleinsein, aber auch mit kindlicher Freude tief versteckt und in meiner Lust. In den Bildern, die ich unter deinen Berührungen in meinem Innersten sehe, erkenne ich meinen verstorbenen Freund. Und ich bin offen, weiterhin.

Die Tantramassage Erfahrung: Ein überraschendes Puzzle

Die Tantramassage war eine überraschende Ansammlung sehr intensiver Puzzlesteine, die sich erst nachher für mich zu einem Bild zusammengesetzt haben. Dieses Netz aus vorwiegend männlicher Energie, das du mit deiner Präsenz und deinen Berührungen und, teils wilden, Bewegungen um mich gesponnen hast, hat mich gehalten, mich aufgefangen, mich gewärmt und mir ein Gefühl von Urvertrauen geschenkt. Ich war wirklich aufgehoben. Du bist Zuhörer, Aufmunterer/Ablenker, Helfer, gibst mir liebe Worte, Küsse, Umarmungen, körperliche Nähe, Leidenschaft, prickelnde Gedankenaustausche und ich bin mir sicher das ist noch nicht alles, obwohl wenn mein Verstand die Oberhand gewinnt, ich mich immer deprimiert frage, was wohl nun noch kommen könnte, aber es geht immer weiter. Meine Gefühlsamplitude schlägt in beide Richtungen extrem aus. Ich erlebe Glück und weiterhin tiefen Schmerz, den ich auch nicht aufgeben will und dann reißt du mich wieder aus meinen Gedanken und schleuderst mich in meine Lust, bis ich aus einem Schwall aus Tränen und Orgasmus unter deinen Berührungen vergehe.

Eine Fröhlichkeits-Optimismus-Tiefsinn-Lust-Leidenschaft-Begierde-Verrücktsein-Kur

Beim Duschen plötzlich Blütenblätter zu verlieren war eine schöne bildliche Erfahrung. Dass mich deine Berührungen stark an die meines Liebsten erinnert haben, darüber haben wir, glaub ich schon gesprochen und dass mich dann trotz Glücksgefühl gleichzeitig eine tiefe Traurigkeit überkommt, hast du gesehen. Die Zeit mit dir während der Massage war für mich eine Fröhlichkeits-Optimismus-Tiefsinn-Lust-Leidenschaft-Begierde-Verrücktsein-Kur mit einem einzigartigen Mann. Entschuldige meine Art, wie ich das beantwortet habe, also dass die Betonung nicht sooo sehr auf der Massage lag, sondern dass ich dieses Erlebnis in meine Erfahrungskette der Trauerbewältigung mit eingereiht habe. Das Prinzip Ursache und Wirkung in chronologischer Sicht ist nach meinem jetzigen Wissensstand sowieso fraglich.
Liebe Grüße!“